Alprudel · Hundeerziehungsberatung
  Hundeerziehungsberatung · Höfe, March, Zürichsee

Ein Hund, der neben dir liegt, während die Welt vorbeigeht.

Samstagmorgen, eine Terrasse am See. Dein Hund liegt unter dem Tisch. Ein anderer Hund geht vorbei, ein Kind rennt, der Kellner stellt die Tasse hin. Dein Hund hebt den Kopf, schaut, legt ihn wieder ab.

Dieser Hund überlässt dir den Überblick und braucht deshalb selbst keinen. Das ist eine Frage der inneren Haltung. Ich bin Stefan Passet, Hundeerziehungsberater. Das Ziel: ein Hund, der selbstsicher und ruhig ist und gern mit dir arbeitet, und ein Halter, der weiss, wie das geht. Der Anlass ist meist ein Alltagsproblem. Der Zugang ist ein anderer, als du ihn aus der Hundeschule kennst: Haltung vor Verhalten, Führung vor Kommando. Der Weg dahin hat eine Reihenfolge, und sie beginnt mit der Frage, wem dein Hund folgt.

Für Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde, einzeln oder in kleinen Gruppen, am Samstag in Pfäffikon SZ, Freienbach, Wollerau, Altendorf und Lachen.

Ein Lagotto sitzt am Ufer eines Weihers neben einem leeren Klappstuhl und schaut über das Wasser
Die Grundlage dafür heisst Abschalttraining, und es beginnt im Haus.
Einen Samstag ausmachen
Führung

Ein Hund folgt dem, der seine Bedürfnisse kennt.

Ein Hund bringt vier Grundbedürfnisse mit: Sicherheit, Ruhe, Zugehörigkeit und Beute. Im Alltag mit Menschen kann er sie allein kaum erfüllen, also sucht er den Menschen, der das für ihn tut, und dem folgt er. Bleibt die Stelle leer, übernimmt er Tür, Begegnung und Richtung selbst. Der Mensch, dem er folgt, ist der Beziehungsspender; der Hund ist der Beziehungsfrager.

Beziehungsspender · der MenschBeziehungsfrager · der Hund hat etwas zu bieten: Sicherheit, Ruhe, Zugehörigkeit, Beutehat Bedürfnisse: Sicherheit, Ruhe, Zugehörigkeit, Beute lebt vor, wie man mit der Welt umgehtahmt nach, was er sieht entscheidet, was geschiehtwartet ab, was geschieht gibt Sicherheitfühlt sich geborgen

Ob du führst, zeigt sich, wenn etwas Neues auftaucht: ein fremder Hund, Besuch an der Tür. Dein Hund schaut in diesem Moment, wer sich darum kümmert. Übernimmst du, ruhig und ohne Hast, hat er nichts zu tun. Druck und Korrektur zeigen ihm Anstrengung statt Übersicht, und sie führen schnell zu Diskussion und Konflikt. Wer den anderen bewegt, führt. Und wer führt, hat etwas zu bieten.

Lagotto am Strand, die Leine liegt locker im Sand, weit hinten andere Menschen mit Hunden
Bei Begegnungen wählst du Abstand und Richtung; die Leine bleibt locker, und dein Hund lernt, dass du über Begegnungen entscheidest. Der Abstand ist die Dosis: so nah, dass der Hund noch zuschauen kann, statt reagieren zu müssen.
Motivation

Die Ersatzjagd ist die Aufgabe, die dein Hund braucht.

Am meisten bietest du ihm mit einer Aufgabe. Sie bewegt den Hund von innen, wenn er sie braucht, sie kann, versteht, wozu sie gut ist, und sie mit jemandem macht, den er mag. Je mehr davon zusammenkommt, desto weniger brauchst du Lob, Leckerli oder Druck; die wirken genau so lange, wie du nachhilfst.

Die Ersatzjagd ist diese Aufgabe. Fast jede Rasse trägt einen Abschnitt der Jagd in sich, suchen, stöbern, anzeigen, treiben oder bringen, und im Alltag mit Menschen darf der Hund ihn kaum ausleben. Also bekommt er eine Jagd nach seinem Muster, und am Ende liegt die Beute im Futterbeutel: sein Futter, geteilt mit dir. Ein Hund, der so gejagt hat, kommt danach meist schneller zur Ruhe als nach dem Napf, und das Reh am Waldrand kann ihm mit der Zeit weniger wichtig werden. Kontrolle am Wild ersetzt die Ersatzjagd nicht; bis sie steht, bleibt die Schleppleine dran.

Die zweite Wirkung heisst Frustrationstoleranz: ein unangenehmes Gefühl aushalten, ohne gleich zu handeln. Die Ersatzjagd hat drei Stellen, an denen der Hund genau das tun muss. Er will los und wartet, bis du ihn schickst. Er sucht und findet nicht sofort. Und nach dem Fressen muss er hinnehmen, dass die Jagd vorbei ist. Ein Hund, der das regelmässig durchläuft, hält Warten zunehmend besser aus. Genau das braucht er, wenn im Alltag etwas nicht sofort passiert: die Spannung tragen und bei dir bleiben. Welche Ersatzjagd zu deinem Hund passt, sage ich dir nach dem ersten Termin.

Ein nasser Lagotto trägt einen Futterbeutel im Maul, im Hintergrund ein Bergweg im Regen
Der Futterbeutel verbindet Jagd und Mahlzeit. Der Hund kann ihn finden und tragen, öffnen kann ihn nur der Mensch. So landet die Beute bei dir, und Jagen und Fressen werden zur gemeinsamen Sache, auch im Regen am Berg.
Der Weg

Verhalten folgt der Haltung, und Haltung entsteht zu Hause.

Wir arbeiten an der inneren Haltung deines Hundes: dem Zustand, aus dem sein Verhalten kommt. Wie sicher fühlt er sich? Wofür hält er sich zuständig? Wie viel Anspannung trägt er mit sich? Dieser Zustand entsteht in eurem Alltag, und dein Hund liest ihn zu einem guten Teil an deiner eigenen Haltung ab, im wörtlichen Sinn: an deiner Körperspannung, deinem Tempo, deiner Ruhe, wenn etwas Neues auftaucht. Deshalb setzen wir im Alltag an, und deshalb arbeite ich mit dir. Ändert sich, wie du dich bewegst und entscheidest, ändert sich der Zustand deines Hundes, und das Verhalten folgt. Der Weg dahin führt durch drei Umfelder.

Ein Mann mit Rucksack geht einen Grashang hinauf, ein junger Lagotto folgt ihm an lockerer Leine
Wer vorangeht, wählt Richtung und Tempo. Die Leine hängt durch, weil der Hund sich am Menschen orientiert und nicht an ihr. Das entsteht zuerst zu Hause und trägt dann auch am Berg.

Das erste ist das Ruheumfeld, das Zuhause; das zweite das bekannte Umfeld nahe daran, Garten, Quartier, der gewohnte Weg; das dritte alles, was der Hund wenig kennt. Zu Hause legen wir an, was wir bei deinem Hund weiterentwickeln wollen: Sicherheit, weil du die Abläufe im Haus regelst; Akzeptanz deiner Rolle; Ruhe, auch wenn etwas geschieht. Im zweiten Umfeld kommt die Ersatzjagd dazu, und dasselbe wird unter mehr Reizen geprüft; im dritten unter noch mehr, Ort für Ort. Was zu Hause nicht steht, steht draussen erst recht nicht, und deshalb beginnen wir bei euch.

An jedem dieser Orte gilt dasselbe Muster, und darauf beruht meine Arbeit. Zuerst lernt der Hund, den Reizen standzuhalten, die dort ohnehin sind: wahrnehmen, verarbeiten, sich zurücknehmen. Erst dann kommen neue Impulse dazu, so stark, wie er sie verarbeiten kann. Die Ersatzjagd gehört zu diesen Impulsen, und sie hilft sogar, die Rollen zu klären: Wer die Beute hat und sie teilt, hat etwas zu bieten. Je gefestigter der Hund, desto weniger braucht es die Leine. Jeder neue Ort beginnt wieder am Anfang dieses Musters, mit weniger Aufwand als der letzte, weil die Haltung mitkommt. So wird aus dem Hund, der vieles selbst übernimmt, ein gelassener Begleiter. Wie ich dabei vorgehe, ruht auf fünf Pfeilern.

Ein Velofahrer fährt auf einem Feldweg vorbei, zwei Hunde liegen ruhig im Gras daneben
Ein Velo fährt vorbei, beide Hunde bleiben liegen. So beginnt es an jedem neuen Ort: den Reizen standhalten, die ohnehin da sind. Erst danach kommt eine Aufgabe dazu.
Standort Rückblick Zu Hause Ruheumfeld Quartier bekanntes Umfeld Fremde Orte Ort für Ort wo ersteht anlegen Tür · Besuch · Futter aufbauen Jagd · Weg · Nachbarshund bewähren Reize in Dosen · ohne Leine was andersist
Konzept

Fünf Pfeiler, ein Konzept.

Alles, was ich anbiete, steht auf denselben fünf Pfeilern. Sie bestimmen, wie ich hinschaue und was ich vorschlage.

Systemisch

Ich schaue auf das Ganze: wer in der Familie welche Rolle hat, wie die Wohnung eingerichtet ist, wie der Tag läuft. Ein Hund, der an der Tür bellt, reagiert meist auf etwas, das vorher passiert ist, und dort setze ich an. Darum schaue ich zuerst auf euch, dann auf den Hund.

Rassespezifisch

Massgebend ist, wofür ein Hund gezüchtet wurde: suchen, bringen, hüten oder bewachen, allein oder mit dem Menschen, und wie wachsam und empfindsam er dafür sein musste. Daraus folgt, wie viel Nähe und Halt er braucht. Zwei Hunde mit demselben Verhalten können deshalb Verschiedenes brauchen.

Als Persönlichkeit

Jeder Hund bringt ein Temperament mit, vorsichtig oder forsch, lebhaft oder ruhig, und das ändert sich wenig; was sich entwickelt, ist die Haltung. Wie schnell, bestimmen Alter, Herkunft, Entwicklungsphase, Vorerfahrung und deine Lebenssituation. Darum bekommt in der Gruppe jedes Team seine eigene Aufgabe.

Ohne Zwang

Ich führe durch Vorleben, und Grenzen setze ich mit einem selbstsicheren Tabu über Körpersprache und Raum, ohne Schreck, Schmerz oder Hilfsmittel. Das Ziel ist Selbstbeherrschung: Ein Hund, dem ständig gesagt wird, was er zu tun hat, lernt so wenig, sich selbst zu beherrschen, wie ein Kind, dem man jeden Schritt vorgibt. Was ein Hund aus Angst tut, hält, solange die Angst da ist; was er aus Haltung tut, hält von allein.

Nachprüfbar

Wo dein Hund steht, halte ich zu Beginn systematisch fest, vom Vertrauen bis zur Frustrationstoleranz. Später schauen wir in denselben Alltagssituationen wieder hin.

Lagotto sucht mit dem Kopf unter Wasser in einer Wanne nach einem Gegenstand
Welche Ersatzjagd ein Hund braucht, steht in seiner Zuchtgeschichte. Ein Lagotto wurde zum Apportieren aus Sumpf und Wasser gezüchtet, später zur Trüffelsuche, also bekommt er seine Beute dort. Einem Hütehund genügt dieselbe Übung selten; er braucht eine Aufgabe, die er nur mit dem Menschen lösen kann.

Aus dem ersten Termin entsteht der Plan: Schritte in der Reihenfolge, die zu deinem Hund passt. Ein unsicherer Hund braucht zuerst Sicherheit und Aufgaben, die er aus eigener Kraft löst. Ein Hund, der alles selbst regelt, braucht zuerst Klarheit in der Rolle und Übung in Selbstbeherrschung. Diese Reihenfolge zu finden und mit dir umzusetzen, ist meine Arbeit. Der erste Schritt hängt vom Alter deines Hundes ab.

Angebot

Anlegen, aufbauen, bewähren.

Am Anfang legen wir an, welche Kompetenzen wir bei deinem Hund weiterentwickeln und pflegen wollen. In der Gruppe an bekannten Orten werden sie gefestigt und ausgebaut. An fremden Orten bewähren sie sich, Schritt für Schritt. Der Anfang hängt vom Alter ab: Mit einem Welpen beginnen wir bei euch zu Hause und begleiten euch alle zwei Wochen bis zum sechsten Monat; mit einem Hund ab sechs Monaten beginnen wir an einem Treffpunkt in der Nähe.

Jede Gruppe findet statt, auch mit zwei Teams; keine Absage wegen zu wenig Anmeldungen. Wer bis Juni 2027 einsteigt, behält seinen Abopreis zwölf Monate lang.

In den Dünen schickt ein Mann seinen Hund mit ausgestrecktem Arm los, der Hund rennt durch das Gras
Der Hund startet erst, wenn er geschickt wird. Warten, suchen und bringen an einem Ort, den er nicht kennt: Das ist die Arbeit an fremden Orten.
ErkundungErstgespräch und Standortbestimmung für Hunde ab sechs Monaten: 90 Minuten am Treffpunkt, wir analysieren gemeinsam eure RollenverhältnisseCHF 150einmalig, 90 Minuten, mit schriftlicher Einschätzung · Samstag 13:00

Wir treffen uns 90 Minuten an einem ruhigen Ort in der Nähe, nicht bei euch zu Hause: Ich will sehen, wie dein Hund auf dich reagiert, wenn ihr unterwegs seid, und du sollst mich kennenlernen, bevor ich in eure Wohnung komme. Mit ein paar einfachen Aufgaben analysieren wir gemeinsam die Rollenverhältnisse zwischen euch, wie gut dein Hund sich von dir beeinflussen lässt und welche eurer Gewohnheiten ihm helfen. Danach weisst du, wo ihr steht, und die Kehren stehen euch offen.

BasislagerWelpenkurs mit Hausbesuch, vom Einzug bis zum sechsten Monat: zwei Stunden bei euch zu Hause, dann alle zwei Wochen 90 Minuten in der Welpengruppe, höchstens vier WelpenCHF 120 im MonatHausbesuch inbegriffen, keine Anfahrtskosten bis 20 km · ab der achten Woche · monatlich kündbar · Samstag 9:00 oder 11:30

Es beginnt mit zwei Stunden bei euch zu Hause, sobald dein Welpe eingezogen ist, ab der achten Woche: wo der Ruheplatz hingehört und wie er dort zur Ruhe kommt; wie du Räume und Grenzen ordnest, damit er sich für nichts zuständig fühlt; wie Tür, Besuch und Begrüssung ablaufen; wie das Futter zur geteilten Beute wird und wozu der Futterbeutel dient; wie du eine Grenze mit einem selbstsicheren Tabu setzt; wie die Leine in deiner Hand liegt; und wie er allein bleiben lernt. Ab zwölf Wochen trefft ihr euch alle zwei Wochen für 90 Minuten in einer Welpengruppe von höchstens vier Teams an einem ruhigen Ort: ruhig liegen, während andere da sind; die ersten Suchspiele mit dem Beutel; Reize in der Grösse, die ein Welpe tragen kann; und Halter, die lernen, bevor die Pubertät sie prüft. Mit sechs Monaten geht es in die Kehren.

KehrenJunghunde- und Erziehungsgruppe an wiederkehrenden Orten, zwei Stunden, alle zwei Wochen, höchstens sechs Teams, ab sechs MonatenCHF 150 im Monatzwei Lektionen à zwei Stunden, CHF 37 pro Stunde · Samstag 9:00 oder 11:30 · nach Erkundung oder Basislager

Für Hunde ab sechs Monaten, nach Basislager oder Erkundung, und für Halter, die lesen und führen lernen wollen. Ab sechs Monaten trägt ein Junghund mehr Reize und zwei Stunden Arbeit in der Gruppe. Höchstens sechs Teams, zwei Stunden, alle zwei Wochen, an wenigen wiederkehrenden Orten, die durch Wiederholung zum bekannten Umfeld werden. Dein Hund lernt hier, Grenzen zu akzeptieren, zu warten, sich an dir zu orientieren, bei Reizen ruhig zu bleiben, neben anderen Hunden zu liegen und mit dir zu jagen. Du lernst, ihn zu lesen, die Leine zu führen und Reize abzustufen. Von Samstag zu Samstag steigt die Anforderung. Neue Teams kommen dazu, wenn Platz ist. Monatlich kündbar.

HochlagerGruppe an fremden Orten mit Hundebegegnungen: ein Samstag im Monat, höchstens fünf TeamsCHF 180 im Monatein ganzer Tag, CHF 36 pro Stunde · 10:00 bis 15:00 · nach drei Monaten Kehren

Für Teams nach mindestens drei Monaten Kehren. Ein Samstag im Monat, von zehn bis drei, an einem Ort, der den Hunden fremd ist, höchstens fünf Teams. Jeder dieser Tage hat eine von zwei Formen. Die eine ist Abschalten für Fortgeschrittene, unter fremden Hunden, und wo es passt, direkter Kontakt auf Ansage, kurz und zu zweit, während die anderen ruhen, damit Hunde Freundschaften schliessen und pflegen. Die andere ist der gemeinsame Weg: unterwegs wie im Alltag, durch Dorf, Bahnhof, Ufer und Wald, als Gruppe, an langer Leine und dann ohne, wo es erlaubt und sicher ist. Dein Hund lernt, auch an fremden Orten bei dir zu bleiben. Monatlich kündbar.

GratIntensivtag: einmal im Quartal ist der Hochlager-Tag länger und hat ein Thema, das die Gruppe wähltim Hochlager inbegriffen10:00 bis 15:00

Einmal im Quartal ist der Hochlager-Tag ein Grat: ein Intensivtag, dessen Thema die Gruppe wählt. Ein Tag mit geplanten Hundebegegnungen in steigender Dosis, eine besondere Form der Ersatzjagd, ein Alltag mit Zug, Markt und Restaurant. Im Hochlager inbegriffen.

SeilschaftEinzeltraining draussen, 90 Minuten, wenn die Gruppe noch nicht passt oder ein Thema hängtCHF 150pro Termin, 90 Minuten, mit schriftlicher Zusammenfassung · Samstag 15:00 oder 16:45

90 Minuten draussen am Treffpunkt, du, dein Hund und ich. Für Hunde, für die die Gruppe noch zu viel ist, und für Themen, die hängen bleiben. So viele Termine, wie es braucht, kein Paket. Danach bekommst du schriftlich, was wir gesehen haben und was bis zum nächsten Mal zu tun ist.

Kehren und Hochlager zusammen: CHF 290 im Monat, zwei Kehren und ein Hochlager-Tag.

Zuschauen an einem Kehren-Samstag, ohne Hund, kostet nichts. Wenn der Preis die Hürde ist, schreib mir; wir finden einen Weg.

Einen Samstag ausmachen
Damit du es vorher weisst

Was du bekommst.

Einen Hund, der kommt, weil er mit dir jagt, und der neben dir geht, weil er dort sein will. Gehorsam auf Kommando, zackig ins Platz, bekommst du anderswo besser.

Nach einem Biss oder bei ausgeprägter Angst klären wir zuerst mit der Tierärztin, ob Schmerzen dahinterstehen oder Auflagen des Veterinäramts bestehen. Braucht es eine tierärztliche Verhaltenstherapie, verweise ich dich weiter und arbeite auf Wunsch parallel mit. Wo meine Arbeit endet, sage ich es.

Bei Futter und Gesundheit verweise ich dich an deinen Tierarzt.

Alprudel

Was wir hier bauen.

Auf der Alp arbeiten Hunde seit Jahrhunderten mit Menschen. Sie hüten und treiben auf Zeichen des Hirten, über Stunden, ohne Leine, weil der Hirt den Tag ordnet und der Hund seinen Platz darin kennt. Das ist das älteste Bild dafür, was zwischen Mensch und Hund möglich ist, und es liegt näher an dem, was du dir für euch wünschst, als Gehorsam auf Kommando. Daher der Name: die Alp für diese Art der Zusammenarbeit, das Rudel für die Menschen und Hunde, die sie hier lernen.

An einem Hochlager-Samstag sieht das so aus: Fünf Hunde liegen im Gras, zwanzig Meter auseinander, zwei jagen gleichzeitig mit ihren Menschen, die anderen schauen zu. Ein Spaziergänger kommt mit Hund vorbei, zwei Hunde schauen kurz hin, keiner steht auf. Später gehen alle gemeinsam los, die Leinen hängen durch, und am Bahnhof wartet die Gruppe, bis der Zug weg ist. Das ist, was Hunde tun, wenn ihre Menschen führen, und es ist das, was wir hier bauen, Samstag für Samstag, am oberen Zürichsee, in einigen Jahren auch am Walensee.

Die Arbeit fragt zuerst, was der Hund braucht, und erst dann, was er tun soll. Sie führt ohne Zwang.

Seit Dezember 2024 arbeite ich als Hundeerziehungsberater; zurzeit bilde ich mich bei Jan Nijboer zum Instruktor für Natural Dogmanship aus, Abschluss im November 2026. Mein eigener Lagotto ist mein erster und strengster Prüfer. Ich habe Finanzmathematik und Finance studiert und arbeite seit über zehn Jahren in der Finanzwelt, in Rollen, in denen ich Teams koordiniere und Entscheidungen vorbereite. Führung ohne Zwang ist dort mein Alltag; bei Hunden wende ich dieselben Grundsätze an. Alprudel ist meine Arbeit am Samstag.

Stefan sitzt in einer Düne, den Futterbeutel in der Hand, sein Lagotto liegt neben ihm
Fragen

Was Halter mich vorher fragen.

Ab welchem Alter?

Basislager vom Einzug bis zum sechsten Monat, Erkundung und Kehren ab sechs Monaten, Hochlager nach drei Monaten Kehren. Nach oben gibt es keine Grenze; Haltung lässt sich in jedem Alter entwickeln.

Mein Hund ist unsicher.

Dann beginnen wir einzeln, in der Seilschaft, und gehen langsamer. Die Kehren kommen später oder gar nicht; das hängt vom Hund ab.

Was muss ich mitbringen?

Eine Tagesration Futter in einem Futterbeutel, eine Leine von drei bis fünf Metern, kein Spielzeug und keine Leckerli. Den Beutel bringe ich mit, falls du keinen hast. Im Hochlager zusätzlich das Auto in der Nähe, als Ruheplatz für deinen Hund zwischen den Einheiten. Voraussetzung sind gültige Impfungen und eine Hundehaftpflichtversicherung.

Hündin läufig?

Zu Erkundung und Basislager ja, in Kehren und Hochlager während drei Wochen nicht. Das Abo pausiert in dieser Zeit.

Lernt mein Hund den Rückruf?

Ja, als Signal, wohin es weitergeht: Er kommt, weil bei dir die nächste Aufgabe wartet. Einen Hund mitten im Lauf anzuhalten, ist etwas anderes; das ist der Stopp, und der kommt später im Weg. Bis dahin bleibt im Wald die Schleppleine dran.

Mein Hund zieht an der Leine.

Leinenführigkeit beginnt bei der Frage, wer die Richtung bestimmt. Wir üben sie dort, wo ihr sie braucht: im Quartier, auf dem gewohnten Weg.

Mein Hund pöbelt bei Hundebegegnungen.

Der Abstand ist die Dosis: so nah, dass er noch zuschauen kann, statt reagieren zu müssen. Von dort aus arbeiten wir uns heran, einzeln oder in der Gruppe.

Mein Hund jagt.

Dann bekommt er eine Ersatzjagd nach seinem Muster, und du lernst, sie zu führen. Bis die Kontrolle am Wild steht, bleibt die Schleppleine dran.

Gilt das als Zürcher Pflichtkurs?

Nein. Den obligatorischen Hundekurs des Kantons Zürich biete ich nicht an.

Bei Regen?

Wir arbeiten draussen, auch bei Regen. Bei Gewitter oder Sturm sage ich am Vorabend ab, und der Termin wird verschoben.

Absagen?

Bis 24 Stunden vorher kostenlos. Danach wird der Termin verrechnet, ausser der Hund ist krank.

Kontakt

Ein Satz zu deinem Hund genügt.

Name, Rasse, Alter deines Hundes. Ein Satz, was dich beschäftigt. Ich antworte innert zwei Tagen und nenne dir den nächsten Samstag.

E-Mailhallo@alprudel.ch

E-Mail schreiben

Treffpunkte in Pfäffikon SZ, Freienbach, Altendorf und Lachen, je nach Gruppe und Hund. Hausbesuche bis etwa 20 Kilometer um Pfäffikon: Wollerau, Bäch, Richterswil, Wädenswil, Rapperswil-Jona. Unter der Woche antworte ich per E-Mail; akute Fälle gehören zur Tierärztin.