Alprudel · Hundeerziehungsberatung
  Hundeerziehungsberatung · Höfe, March, Zürichsee

Ein Hund, der neben dir liegt, während die Welt vorbeigeht.

Samstagmorgen, eine Terrasse am See. Dein Hund liegt unter dem Tisch. Ein anderer Hund geht vorbei, ein Kind rennt, der Kellner stellt die Tasse hin. Dein Hund hebt den Kopf, schaut, legt ihn wieder ab.

Dieser Hund überlässt dir die Situation, weil du dich darum kümmerst. Dahin begleite ich dich und deinen Hund. Ich bin Stefan Passet, Hundeerziehungsberater. Ich zeige dir, wie du deinem Hund Sicherheit gibst, ihm eine Aufgabe bietest, die zu ihm passt, und ihn ruhig durch den Alltag führst. Das Ziel ist ein Hund, der selbstsicher und gelassen ist und gern mit dir zusammenarbeitet.

Für Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde, einzeln oder in kleinen Gruppen, am Samstag in Pfäffikon SZ, Freienbach, Wollerau, Altendorf und Lachen.

Ein Lagotto sitzt am Ufer eines Weihers neben einem leeren Klappstuhl und schaut über das Wasser
Ein Hund kann an einem fremden Ufer ruhig zuschauen, wenn sein Mensch den Überblick behält. Das nennt man Abschalten: an einem fremden Ort zur Ruhe kommen. Die Grundlage dafür ist Ruhe zu Hause.
Einen Samstag ausmachen
Führung

Ein Hund folgt dem, der für ihn sorgt.

Dein Hund braucht Sicherheit, Ruhe, einen festen Platz in seiner Gruppe und eine sinnvolle Aufgabe; bei vielen Rassen ist das eine Form der Jagd. Im Alltag mit Menschen kann er sich das kaum selbst verschaffen. Also sucht er jemanden, der das für ihn tut, und dem folgt er. Findet er niemanden, übernimmt er selbst: Er regelt die Tür, den Besuch, die Begegnung auf dem Weg. Den Menschen, dem er folgt, nennt man Beziehungsspender, den Hund Beziehungsfrager. Du übernimmst für deinen Hund die Rolle, die sonst seine Hundeeltern hätten.

Beziehungsspender · der MenschBeziehungsfrager · der Hund zieht auf und führterwartet das von ihm lebt vormacht nach hat etwas zu bietenhat Bedürfnisse gibt Sicherheitfühlt sich geborgen

Ob du führst, zeigt sich, wenn etwas Neues auftaucht: ein fremder Hund, Besuch an der Tür. In diesem Moment zeigt sich, ob du dich darum kümmerst oder dein Hund. Übernimmst du, ruhig und ohne Hast, hat er nichts zu tun. Druck und Strafe machen ihn unsicher. Eine kurze, klare Grenze gehört dagegen dazu, so wie bei Hundeeltern. Führen heisst: für Sicherheit sorgen und entscheiden, ohne Hast und ohne Härte. Und wer führt, hat etwas zu bieten.

Lagotto am Strand, die Leine liegt locker im Sand, weit hinten andere Menschen mit Hunden
Bei Begegnungen wählst du Abstand und Richtung. Die Leine bleibt locker, und dein Hund lernt, dass du über Begegnungen entscheidest. Der Abstand ist so gross, dass er zuschauen kann, statt reagieren zu müssen.
Motivation

Eine Aufgabe, die dein Hund braucht.

Am meisten bietest du deinem Hund mit einer Aufgabe. Sie bewegt ihn von innen, wenn fünf Dinge zusammenkommen: Er braucht sie, er kann sie, er macht sie mit jemandem, den er mag, sie hat für ihn einen Sinn, und sie begeistert ihn. Das ist Motivation. Lob, Leckerli oder Druck wirken dagegen von aussen. Das nennt man Motivierung. Sie wirkt meist nur, solange du nachhilfst, und macht leicht abhängig.

Die Ersatzjagd ist eine solche Aufgabe. Jeder Hund trägt Jagdverhalten in sich, und jede Rasse einen bestimmten Teil davon: suchen, anzeigen, hetzen oder bringen. Im Alltag darf er ihn kaum ausleben. Also bekommt er eine Jagd nach seinem Muster. Die Beute ist der Futterbeutel, ein Stoffbeutel mit seinem Futter, den nur du öffnen kannst. Am Ende teilt ihr den Inhalt. Die Jagdlust selbst bleibt; man kann sie einem Hund nicht abtrainieren. Die Ersatzjagd gibt ihr einen Platz bei dir. An ihr üben wir auch den Stopp, das Signal, auf das dein Hund mitten im Lauf anhält. Was er an der Beute kann, üben wir danach Schritt für Schritt draussen. Bis der Stopp sicher klappt, bleibt im Wald die Leine dran.

Dazu lernt dein Hund, zu warten. Er will los und wartet, bis du ihn schickst. Er sucht und findet nicht sofort. Und nach dem Fressen muss er hinnehmen, dass die Jagd vorbei ist. Wer das regelmässig erlebt, hält Warten zunehmend besser aus. Das braucht er auch im Alltag: an der Tür, an der Strasse, bei einer Begegnung. Welche Ersatzjagd zu deinem Hund passt, sage ich dir nach dem ersten Termin.

Ein nasser Lagotto trägt einen Futterbeutel im Maul, im Hintergrund ein Bergweg im Regen
Der Hund findet und trägt den Beutel, öffnen kann ihn nur der Mensch. So landet die Beute bei dir, auch im Regen am Berg.
Der Weg

Zuerst zu Hause, dann draussen.

Ein Hund verhält sich so, wie er sich innerlich fühlt: sicher oder unsicher, ruhig oder angespannt, zuständig oder nicht. Diesen inneren Zustand nenne ich Haltung. Sie entsteht im Alltag, und dein Hund richtet sich dabei zu einem guten Teil nach dir. Er achtet auf deine Körperspannung, dein Tempo und darauf, ob du ruhig bleibst, wenn etwas Neues auftaucht. Deshalb arbeite ich mit dir, nicht nur mit deinem Hund. Wenn du anders gehst und entscheidest, fühlt sich dein Hund mit der Zeit anders, und sein Verhalten ändert sich mit.

Ein Mann mit Rucksack geht einen Grashang hinauf, ein junger Lagotto folgt ihm an lockerer Leine
Wer vorangeht, wählt Richtung und Tempo. Die Leine hängt durch, weil der Hund sich am Menschen orientiert und nicht an der Leine.

Der Weg führt durch drei Umfelder. Das erste ist das Haus: Hier lernt dein Hund Ruhe, findet seinen Platz und erlebt, dass du Tür, Besuch und Futter regelst. Das zweite ist der Garten oder ein ruhiger Platz direkt beim Haus. Das dritte ist alles draussen: Quartier, Feld, Wald, Stadt. Dieses dritte Umfeld erschliessen wir Ort für Ort. Was zu Hause nicht klappt, klappt draussen selten. Deshalb beginnt die Arbeit bei euch im Alltag.

An jedem neuen Ort gilt dieselbe Reihenfolge. Zuerst schaltet dein Hund dort ab. Erst dann kommt eine Aufgabe dazu, zum Beispiel die Ersatzjagd, und nur so viel Neues, wie er verarbeiten kann. Ein Ort, an dem er mehrmals abgeschaltet hat, wird ihm vertraut, und der nächste ist leichter. So wird ein Hund, der vieles selbst regelt, Schritt für Schritt gelassener.

Ein Velofahrer fährt auf einem Feldweg vorbei, zwei Hunde liegen ruhig im Gras daneben
Ein Velo fährt vorbei, beide Hunde bleiben liegen. So beginnt es an jedem neuen Ort.
Standort Rückblick Zu Hause Ruheumfeld Garten beim Haus Fremde Orte Ort für Ort wo ersteht anlegen Tür · Besuch · Futter aufbauen Leine · erste Jagd bewähren abschalten · Aufgabe was andersist
So arbeite ich

Fünf Grundsätze.

Das Ganze sehen

Ich schaue auf euren Alltag: wer in der Familie was tut, wo der Hund liegt, wie der Tag läuft. Ein Hund, der an der Tür bellt, reagiert meist auf etwas, das vorher passiert ist. Dort setze ich an.

Die Rasse ernst nehmen

Massgebend ist, wofür ein Hund gezüchtet wurde. Ein Retriever bringt, ein Vorstehhund zeigt an, ein Terrier jagt lieber allein, ein Hütehund lenkt mit dem Blick, ein Treibhund schiebt mit Druck. Daraus folgt, welche Aufgabe und wie viel Nähe er braucht.

Den einzelnen Hund sehen

Jeder Hund bringt ein Temperament mit, vorsichtig oder forsch, lebhaft oder ruhig. Daran ändert sich wenig; was sich entwickelt, ist, wie sicher er sich fühlt. Wie schnell, hängt von Alter, Herkunft und Vorerfahrung ab.

Klar und ohne Zwang

Ich führe durch Vorleben. Grenzen setze ich wie ein ruhiger erwachsener Hund: mit Blick, Körper, Raum, einem tiefen Ton und, wenn nötig, einem kurzen Stups. Wurfschelle, Sprühhalsband und andere Hilfsmittel verwende ich nicht. Das Ziel ist ein Hund, der sich selbst beherrscht: klare Regeln, viel Wärme und Freiraum innerhalb der Grenzen.

Nachprüfbar

Wo dein Hund steht, halte ich am Anfang schriftlich fest, vom Vertrauen bis zur Frage, wie gut er warten kann. Später schauen wir in denselben Alltagssituationen wieder hin.

Lagotto sucht mit dem Kopf unter Wasser in einer Wanne nach einem Gegenstand
Welche Aufgabe ein Hund braucht, steht in seiner Zuchtgeschichte. Ein Lagotto ist ein Wasserhund, der sucht und bringt, also bekommt er seine Beute dort. Einem Hütehund genügt das selten; er braucht eine Aufgabe, die er nur mit dem Menschen lösen kann.
Angebot

Was du buchen kannst.

Wo du anfängst, hängt vom Alter deines Hundes ab. Mit einem Welpen beginnen wir bei euch zu Hause, danach geht ihr in die Welpengruppe. Mit einem Hund ab sechs Monaten treffen wir uns zuerst draussen zur Erkundung, danach geht es in die Gruppe oder ins Einzeltraining. Die Namen kommen vom Berg: vom Basislager über die Kehren bis zum Grat.

Ein Team, das bist du mit deinem Hund. Jede Gruppe findet statt, auch wenn nur zwei Teams kommen. Alle Termine sind am Samstag. Wer bis Ende Juni 2027 einsteigt, zahlt zwölf Monate lang den heutigen Monatsbeitrag, auch wenn die Preise steigen.

In den Dünen schickt ein Mann seinen Hund mit ausgestrecktem Arm los, der Hund rennt durch das Gras
Der Hund startet erst, wenn er geschickt wird. Warten, suchen und bringen an einem Ort, den er nicht kennt: Das ist die Arbeit an fremden Orten.
BasislagerWelpenkurs mit Hausbesuch, vom Einzug bis zum sechsten Monat: zwei Stunden bei euch zu Hause, danach alle zwei Wochen 90 Minuten Welpengruppe, höchstens vier WelpenCHF 120 im MonatHausbesuch inbegriffen, keine Anfahrtskosten bis 20 km · monatlich kündbar · Samstag 9:00 oder 11:30

Es beginnt mit zwei Stunden bei euch zu Hause, sobald dein Welpe eingezogen ist. Die ganze Familie ist dabei. Wir klären zusammen: Wo gehört der Ruheplatz hin (nicht in den Flur, nicht an eine Tür), und wie findet dein Welpe dort Ruhe? Welche Räume sind für ihn tabu? Wie laufen Tür, Besuch und Begrüssung ab? Wie wird er stubenrein, und wo schläft er die ersten Nächte? Wie lernt er in kleinen Schritten, allein zu bleiben? Wie funktioniert das mit Futter und Futterbeutel? Wie setzt du eine Grenze, und wie hältst du die Leine?

Danach trefft ihr euch alle zwei Wochen in der Welpengruppe, sobald deine Tierärztin grünes Licht gibt. Dort lernt dein Welpe, an einem neuen Ort abzuschalten. Er spielt unter Aufsicht mit anderen Welpen und ruhigen erwachsenen Hunden und ruht danach wieder. Erst wenn er sich am Ort sicher fühlt, kommen Suchspiele mit dem Beutel dazu. Du lernst, ihn zu lesen und einzugreifen, bevor es zu viel wird. Der Monatsbeitrag beginnt mit dem Hausbesuch. Mit sechs Monaten geht es in die Kehren.

ErkundungErster Termin für Hunde ab sechs Monaten: 90 Minuten an einem ruhigen Treffpunkt, mit schriftlicher EinschätzungCHF 150einmalig · Samstag 13:00

Wir treffen uns an einem ruhigen Ort in der Nähe, nicht bei euch zu Hause: Ich will sehen, wie dein Hund unterwegs auf dich reagiert. Und du lernst mich kennen. Mit ein paar einfachen Aufgaben schauen wir gemeinsam, wer bei euch was entscheidet, wie gut sich dein Hund an dir orientiert und welche eurer Gewohnheiten ihm helfen.

So läuft es ab. Du schreibst mir Name, Rasse, Alter und einen Satz zu deinem Hund. Ich antworte innert zwei Tagen mit Datum und Treffpunkt. Wir treffen uns 90 Minuten draussen. Innert zwei Tagen danach bekommst du meine Einschätzung schriftlich und einen Vorschlag: Gruppe, Einzeltraining oder nichts. Bezahlt wird per Twint oder Rechnung.

KehrenGruppe für Hunde ab sechs Monaten, an wenigen wiederkehrenden Orten, zwei Stunden, alle zwei Wochen, höchstens sechs TeamsCHF 150 im Monatzwei Termine à zwei Stunden · monatlich kündbar · Samstag 9:00 oder 11:30 · nach Basislager oder Erkundung

Hier lernt dein Hund, Grenzen zu akzeptieren, zu warten und sich an dir zu orientieren. Er geht an lockerer Leine, ruht neben anderen Hunden und jagt mit dir. Du lernst, ihn zu lesen, die Leine zu führen und einzuschätzen, wie viel er verkraftet. Es arbeitet jeweils ein Team. Die anderen Hunde ruhen und schauen zu, auch dabei lernen sie. Was dein Hund kann, festigen wir und erweitern es Schritt für Schritt. In der Pubertät, die schon ab dem fünften Monat beginnen kann, kommt nichts Neues dazu. Die Fünf-Meter-Leine bleibt dran. Neue Teams kommen dazu, wenn Platz ist.

HochlagerGruppentag an fremden Orten mit Hundebegegnungen, ein Samstag im Monat, höchstens fünf TeamsCHF 180 im Monat10:00 bis 15:00 · monatlich kündbar · nach drei Monaten Kehren

Ein Samstag im Monat an einem Ort, den die Hunde nicht kennen: Dorf, Bahnhof, Seeufer, Waldrand. Jeder dieser Tage hat eine von zwei Formen. Die eine ist Ruhe unter fremden Hunden. Die Hunde schalten lange ab. Wo es passt, dürfen zwei Hunde kurz Kontakt aufnehmen, wenn ihre Menschen es freigeben. So lernen sie sich kennen. Ein erwachsener Hund muss nicht jeden Hund mögen. Es reicht, wenn er andere gelassen vorbeigehen lässt. Die andere ist der gemeinsame Weg: Die Gruppe ist unterwegs wie im Alltag, an der Fünf-Meter-Leine. Nach der Pubertät und wo es erlaubt ist, lassen wir die Leine Schritt für Schritt weg. Einmal im Quartal ist der Tag ein Grat.

GratThementag: Einmal im Quartal hat der Hochlager-Tag ein Thema, das die Gruppe wähltim Hochlager inbegriffen10:00 bis 15:00

Zum Beispiel ein Tag mit geplanten Hundebegegnungen, eine besondere Form der Ersatzjagd oder ein Alltag mit Zug, Markt und Restaurant.

SeilschaftEinzeltraining draussen, 90 Minuten, wenn die Gruppe noch nicht passt oder ein Thema hängtCHF 150pro Termin, mit schriftlicher Zusammenfassung · Samstag 15:00 oder 16:45

Du, dein Hund und ich, am Treffpunkt. Für Hunde, denen die Gruppe noch zu viel ist, und für Themen, bei denen ihr nicht weiterkommt. So viele Termine, wie es braucht, kein Paket. Danach bekommst du schriftlich, was wir gesehen haben und was bis zum nächsten Mal zu tun ist.

So viel kostet es insgesamt, zum Beispiel Welpe, Einzug mit neun Wochen: Basislager bis zum sechsten Monat, rund vier Monate, CHF 480, Hausbesuch inbegriffen. Hund ab sechs Monaten: Erkundung CHF 150, dann drei Monate Kehren CHF 450, zusammen CHF 600. Danach dranbleiben: Kehren und Hochlager zusammen CHF 290 statt CHF 330 im Monat, monatlich kündbar.

Wenn der Preis die Hürde ist, schreib mir. Wir suchen zusammen eine Lösung.

Einen Samstag ausmachen
Damit du es vorher weisst

Was du bekommst, und was nicht.

Ich arbeite mit dir auf einen Hund hin, der zu dir kommt, weil bei dir etwas los ist, und der gern neben dir geht. Gehorsam auf Kommando, zackig ins Platz, bekommst du anderswo besser.

Nach einem Biss oder bei starker Angst lässt du zuerst tierärztlich abklären, ob Schmerzen dahinterstehen. Braucht es eine tierärztliche Verhaltenstherapie, verweise ich dich weiter und arbeite auf Wunsch parallel mit. Wo meine Arbeit endet, sage ich dir das.

Fragen zu Ernährung und Gesundheit gehören in die Tierarztpraxis.

Alprudel

Was wir hier bauen.

Auf der Alp arbeiten Hunde seit Jahrhunderten mit Menschen. Sie hüten und treiben auf Zeichen des Hirten, über Stunden, ohne Leine, weil der Hirt den Tag ordnet und der Hund seinen Platz darin kennt. Daher der Name: die Alp für diese Art der Zusammenarbeit, das Rudel für die Menschen und Hunde, die sie hier lernen.

An einem Hochlager-Samstag sieht das so aus: Fünf Hunde sind dabei. Zwei jagen mit ihren Menschen, die anderen liegen 20 Meter auseinander im Gras und schauen zu. Ein Spaziergänger kommt mit Hund vorbei, zwei Hunde schauen kurz hin, keiner steht auf. Später geht die Gruppe los, die Leinen hängen durch, und am Bahnhof wartet sie, bis der Zug weg ist. So kann es aussehen, wenn Menschen führen. Daran arbeiten wir hier am oberen Zürichsee, in einigen Jahren auch am Walensee.

Ich bin Stefan Passet, ausgebildeter Hundeerziehungsberater. Ausgebildet wurde ich in anderthalb Jahren an der Koordinationsstelle für Natural Dogmanship in Oberbölchen. Ich habe gelernt, einen Hund an Körpersprache und Stresszeichen zu lesen und aus der Zuchtgeschichte einer Rasse abzuleiten, welche Aufgabe und wie viel Nähe sie braucht. Dazu kam, einen Welpen durch die Prägung, die ersten Lebenswochen, und durch die Pubertät zu begleiten. Vor allem habe ich gelernt, Menschen zu beraten, denn meist muss sich zuerst der Alltag im Haus ändern. Dazu gehörte Pädagogik: wie Motivation von innen entsteht und wie klare Regeln mit Wärme zu einem Hund führen, der sich selbst beherrscht. Abgeschlossen habe ich mit Praktika, einer Hausarbeit und einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung im Dezember 2024.

Seither bilde ich mich zum Instruktor für Natural Dogmanship weiter. Dort geht es um die Arbeit mit Gruppen: mehrere Hunde gleichzeitig zur Ruhe zu bringen, Begegnungen unter fremden Hunden sicher zu führen und Halter so anzuleiten, dass sie es danach allein können. Meine Assistenztage habe ich bei Jan Nijboer gemacht, dem Begründer von Natural Dogmanship, an einem sechstägigen Intensivkurs auf der Insel Ameland. Der Kurs folgte dem Aufbau, den diese Seite beschreibt: zuerst Ruhe, dann Aufgaben, dann andere Hunde. Der Abschluss folgt im November 2026. Was ich hier zeige, übe ich mit meinem eigenen Lagotto. Beruflich bin ich seit über zehn Jahren in der Finanzwelt, in Rollen, in denen ich Teams koordiniere und Entscheidungen vorbereite. Alprudel ist meine Arbeit am Samstag.

Stefan sitzt in einer Düne, den Futterbeutel in der Hand, sein Lagotto liegt neben ihm
Fragen

Was Halter mich vorher fragen.

Zum Start
Brauche ich das überhaupt?

Wenn dein Hund im Alltag ruhig mitläuft, kommt und neben anderen Hunden liegen kann, vermutlich nicht. Wenn du merkst, dass er Tür, Leine oder Begegnungen selbst regelt, lohnt sich ein Blick. Komm zuerst zuschauen, ohne Hund und ohne Kosten.

Ab welchem Alter?

Ab dem Einzug, und nach oben gibt es keine Grenze. Welpen beginnen im Basislager, Hunde ab sechs Monaten mit der Erkundung und danach in den Kehren. Ins Hochlager geht es nach drei Monaten Kehren.

Wie melde ich mich an?

Mit einer E-Mail an hallo@alprudel.ch: Name, Rasse und Alter deines Hundes und ein Satz, was dich beschäftigt. Ich antworte innert zwei Tagen.

Wo finden die Termine statt?

An ruhigen Treffpunkten in Pfäffikon SZ, Freienbach, Wollerau, Altendorf und Lachen. Den genauen Ort bekommst du mit der Bestätigung. Hausbesuche bis etwa 20 km um Pfäffikon, ohne Anfahrtskosten.

Was muss ich mitbringen?

Futter im Futterbeutel (bei Welpen eine Mahlzeit, bei erwachsenen Hunden einen Teil der Tagesration), eine Fünf-Meter-Leine. Spielzeug und Leckerli bleiben zu Hause, denn dein Hund arbeitet für sein Futter. Den Beutel bringe ich mit, falls du keinen hast. Dazu gültige Impfungen und eine Hundehaftpflichtversicherung.

Dürfen Kinder mitkommen?

Ja, zum Zuschauen. In der Gruppe führt eine erwachsene Person den Hund. Beim Hausbesuch ist die ganze Familie dabei, denn der Hund liest alle.

Mit einem Welpen
Darf ich mit meinem Welpen spazieren gehen?

Ja, aber kurz. In den ersten Wochen machst du kurze Ausflüge: Er darf schauen, du trägst ihn an fremde Orte oder fährst ihn hin. Längere Strecken bauen wir ab etwa der 16. Woche auf.

Wie wird er stubenrein?

Trag ihn spätestens alle zwei Stunden hinaus und sofort nach dem Fressen, Schlafen und Spielen, immer an dieselbe Stelle. Lob ihn ruhig, strafe nie.

Wo schläft er die erste Nacht?

In einer Box neben deinem Bett. So hört er dich, und du merkst, wenn er hinaus muss.

Er beisst in Hände. Was tun?

Ruhig wegschieben und das Spiel sofort beenden. So lernt er, wie fest er zubeissen darf.

Wie viel Beschäftigung braucht er?

Weniger, als viele denken. Täglich etwas für den Körper und etwas für den Kopf, dazwischen viel Ruhe. Ein Welpe schläft den grössten Teil des Tages.

Kinder und Welpe?

Nie unbeaufsichtigt. Der Ruheplatz ist für Kinder tabu. Statt Zerrspielen sind Such- und Bringspiele besser.

Im Alltag
Mein Hund zieht an der Leine.

Dahinter steht meist die Frage, wer die Richtung bestimmt. Deshalb übst du die lockere Leine zuerst dort, wo wenig los ist, zu Hause und im Garten; ich zeige dir, wie. Erst wenn es dort klappt, geht es ins Quartier.

Mein Hund bellt oder pöbelt bei Hundebegegnungen.

Wir beginnen mit der Erkundung. Danach sage ich dir, ob dein Hund in der Gruppe schon zuschauen kann oder ob wir zuerst einzeln arbeiten. In beiden Fällen halten wir so viel Abstand zu anderen Hunden, dass dein Hund ruhig bleiben kann. Bei vielen Hunden zeigt sich nach zwei bis drei Monaten eine Veränderung; eine Frist verspreche ich nicht.

Mein Hund jagt.

Die Jagdlust bleibt. Er bekommt eine Ersatzjagd nach seinem Muster, und daran üben wir den Stopp. Bis der Stopp sicher klappt, bleibt im Wald die Leine dran.

Lernt mein Hund den Rückruf?

Ja, als Signal, dass es bei dir weitergeht: Er kommt, weil bei dir die nächste Aufgabe wartet. Einen Hund mitten im Lauf anzuhalten, ist der Stopp; den bauen wir an der Ersatzjagd auf.

Mein Hund ist unsicher.

Dann beginnen wir einzeln, in der Seilschaft, und gehen langsamer. Er muss nicht alles mögen. Es reicht, wenn er erlebt, dass du solche Situationen regelst.

Mein Hund kommt aus dem Tierschutz.

Herkunft und Vorerfahrung bestimmen das Tempo. Wir beginnen dort, wo er sicher ist, und gehen erst weiter, wenn er dort ruhig bleibt.

Organisatorisches
Hündin läufig?

In die Gruppen kommt sie während der Läufigkeit nicht, das sind rund drei Wochen. Zur Erkundung und zum Hausbesuch darf sie kommen. Der Monatsbeitrag pausiert in dieser Zeit.

Bei Regen?

Wir arbeiten draussen, auch bei Regen. Bei Gewitter oder Sturm sage ich am Vorabend ab, und der Termin wird nachgeholt.

Absagen und kündigen?

Einzeltermine bis 24 Stunden vorher kostenlos. Monatsbeiträge sind auf Ende jedes Monats kündbar, per E-Mail. Alles Weitere steht in den Teilnahmebedingungen.

Gilt das als Zürcher Pflichtkurs?

Nein. Den obligatorischen Hundekurs des Kantons Zürich biete ich nicht an.

Kontakt

Ein Satz zu deinem Hund genügt.

Name, Rasse, Alter deines Hundes. Ein Satz, was dich beschäftigt. Ich antworte innert zwei Tagen und nenne dir den nächsten Samstag.

E-Mailhallo@alprudel.ch

E-Mail schreiben

Treffpunkte in Pfäffikon SZ, Freienbach, Wollerau, Altendorf und Lachen, je nach Gruppe und Hund. Hausbesuche bis etwa 20 km um Pfäffikon, ohne Anfahrtskosten: Wollerau, Bäch, Richterswil, Wädenswil, Rapperswil-Jona. Unter der Woche erreichst du mich per E-Mail. In akuten Fällen wende dich an deine Tierarztpraxis.